Donnerstag, 26. September 2013

Kastanienminiermotte und was man dagegen tun kann

Jetzt, wo der Herbst so langsam beginnt, habe ich mir gedacht mal etwas über die Kastanienminiermotte zu schreiben.

Diese kleinen Tierchen sind nämlich Schuld daran, dass der Herbst bei den Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) etwas früher einsetzt.

Wie lebt die Kastanienminiermotte?

Erstmal ist sie schwer zu erkennen, wenn man sie noch nie beachtet hat. Es sind kleine fünf Millimeter lange Falter Bräunlich mit weißen Querstreifen und schwarz weiß geringelten Fühlern. Bei starkem Befall kann man sie am Stamm wimmeln sehen.



Die Weibchen legen ca 20 Eier auf einem Kastanienblatt ab. Die Larven schlüpfen dann nach etwa drei Wochen und fressen sich Gänge durch das Blatt (Minierfrass). Es kommt zur Verpuppung und anschließend schlüpfen sie aus dem Blatt. 
Die Minen der Larven führen zum Braunwerden und zum Welken der Blätter, weil auch Blattnerven angefressen werden, die für die Blattversorgung zuständig sind. So kommt es zum Vorzeitigen Blattabwurf.

Der Zyklus wiederholt sich drei, - viermal im Jahr und die letzte Generation überwintert im abgeworfenen Laub.

Bekämpfung:

Es werden derzeit viele chemische und biologische sowie mechanische Bekämpfungmethoden erprobt.

Die meisten chemischen Mittel sind auch schädlich für den Menschen (Kontaktgift nicht im Haushalt mit Kindern geeignet, sowie in Parkanlagen etc).

Es gibt außerdem Sexuallockstoffe, die aber, wie die meisten Sexuallockstoffe nur bei den männlichen Tieren wirken.

Leider gibt es wenige natürliche Feinde. Man kann jedoch Schlufpwespen sowie Blau- und Kohlmeisen im eigenen Garten fördern. Dies sind natürliche Feinde, die den Befall minimieren können.

Die beste und einfachste Methode ist schlicht weg die Laubsammlung, da die Larven, wie oben schon erwähnt im Laub überwintern. 
Jedoch muss das Laub vernichtet werden am besten bei hohen Temperaturen (am besten wäre natürlich verbrennen, aber das ist nicht überall erlaubt !!!!). Ein Thermokomposter wäre eine gute Lösung oder man bringt das Laub zu einer Kompostieranlage.



Die Kastanien sterben davon zwar nicht ab, aber es kommt zu einer Schwächung und natürlich sieht das auch nicht gut aus.

 Im eigenen Garten kann man das Laub ganz gut sammeln ( solange man keine Allee oder einen Wald aus Kastanien im Garten stehen hat). Sammelt also fleißig jedes einzelne Blatt, somit verringert ihr den Befall eurer Kastanie erheblich !

In Parkanlagen, an der Straße oder im Wald sieht das natürlich anders aus.


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